Prof. Duesbergs Leugnung
der Gefährlichkeit von HIV
soll den Kampf um den weltweiten Zugang zu AIDS-Medikamenten und um die Entwicklung eines wirksamen Impfstoffes zersetzen

 

 

 

Prof. Duesberg und seine Anhänger (in Deutschland z.B.Leitner, Janka, Dr. Kremer, die Zeitschrift „Raum und Zeit“) sind – ob bewusst oder unbewusst – Förderer der Verbreitung von AIDS. Wenn HIV nicht die Ursache der AIDS-Erkrankung ist, was diese vertreten, dann macht Safer Sex, ja sämtliche Vorsorge- und Aufklärungsprogramme tatsächlich keinen Sinn. Dann ist auch der erbitterte Kampf für freien Zugang zu Medikamenten für alle weltweit Infizierten und für die Entwicklung eines wirksamen Impfstoffes gegen AIDS überflüssig!
Ebenso würde es sich erübrigen, die Frage nach der Herkunft dieses Virus zu stellen.

Obwohl die „Duesberg-These“ heute Punkt für Punkt widerlegt ist, stiften sie weiterhin Verwirrung. Das Internet ist voll von Webseiten, welche Duesbergs Leugnung der HIV-Gefährlichkeit bis zum heutigen Tag propagieren. Seit seinem Bestehen wurde der Förderverein immer wieder mit pseudowissenschaftlichen Argumenten von Prof. Duesberg konfrontiert.

Aus gegebenen Anlass veröffentlichen wir hier in unserer Homepage den Artikel „Was steckt hinter den sog.
‚AIDS-Rebellen’ um Duesberg?“ von Dr. Willi Mast, den wir bereits im Vereins-Info III/2002 veröffentlicht hatten. Dieser ist bzgl. der Widerlegung von Prof. Duesbergs These, HIV hätte mit AIDS nichts zu tun, nach wie vor höchst aktuell.

Der im März 2005 gewählte, neue, siebenköpfige Vorstand des Fördervereins Neue Wege in der HIV-Therapie, bekräftigt das in diesem Beitrag genannte Fazit:
„Wiederholt wurde der Förderverein Neue Wege in der HIV-Therapie e.V. von einigen interessierten Leuten mit den Scharlatanen um Duesberg in Verbindung gebracht. Wir distanzieren uns in aller Konsequenz von Duesbergs Theorie, seiner unehrlichen Methode und Zielsetzung. Unser Anliegen ist, wissenschaftlich begründete AIDS-Therapien bekannt zu machen, zu fördern – im Interesse der Millionen weltweit Betroffenen.
Uns liegen nicht die Profite einiger Konzerne am Herzen und auch nicht irgendwelche dubiösen und zynischen politischen Interessen. Wir möchten deshalb alle Menschen aufrufen, den Theorien Duesbergs entgegenzutreten und sich zu engagieren im Kampf gegen AIDS!“

Der Vorstand des Fördervereins Neue Wege in der HIV-Therapie e. V.
(beschlossen auf der offenen Vorstandssitzung am 16.4.2005 in Gelsenkirchen)

 

Was steckt hinter den sog. „AIDS-Rebellen“ um Duesberg?

Bei einer AIDS-Konferenz in Washington im April 1988 behauptete der US-Virologe Carl Duesberg/Universität Berkeley erstmals, das HIV-I-Virus sei gar nicht der Erreger der AIDS-Erkrankung. Es sei vielmehr eine „Erfindung der Pharmaindustrie“, die es als Vorwand benötige, um die Verbreitung der teuren Medikamente zu sichern. AIDS sei in Wahrheit durch die AIDS-Medikamente, durch Stress, riskante Lebensweise und durch Umweltverseuchung verursacht.

Inzwischen gibt es eine ganze Gruppe, die diese These mit immer neuen pseudowissenschaftlichen Argumenten zu untermauern versucht. Zu ihnen gehören in Deutschland: Leitner, Janka, Dr. Kremer, die Zeitschrift „Raum und Zeit“, neuerdings auch Anthroposophen um Dr. Albonico. Es gibt Hinweise für die Zusammenarbeit der Duesberg-Gruppe mit der Scientology-Sekte.


Worin bestehen die Ansichten der Duesberg-Gruppe über HIV und AIDS?

AIDS sei keine Infektionskrankheit. Während bei anderen Infektionen sonst ziemlich rasch Krankheitssymptome auftreten, sei dies sei bei AIDS ganz anders: zuerst käme es zu einer Antikörperbildung (Serokonversion) und erst Jahre später zu den Krankheitssymptomen. 1988 aber musste Duesberg gewusst haben: Die HIV-Primärinfektion verläuft meist unauffällig und ruft eine Antikörperbildung hervor, wodurch die Virusvermehrung maßgelblich gehemmt wird. Außerdem bezeichnet Duesberg nur die opportunistischen Infektionen als wirkliche AIDS-Symptome. Dabei werden diese gar nicht direkt durch das HIV verursacht, sondern sind eine Folgeerkrankung nach dem Zusammenbruch des Immunsystems. 

HIV könne nicht die Ursache von AIDS sein. Aus dem Blut eines AIDS-Patienten könne man nur in seltenen Fällen Viren züchten. Aber Duesberg weiß sehr gut, dass sich Viren – im Gegensatz zu Bakterien – nicht ohne weiteres züchten lassen. Seit es die genaue PCR-Nachweismethode gibt, ist es unstrittig, dass das Serum von HIV-Infizierten während der gesamten Latenzzeit die Viren enthält.

Das HIV-I-Virus sei niemals wissenschaftlich nachgewiesen worden und es sei fraglich, ob es überhaupt existiere. Der HIV-Nachweis erfülle nicht das „Koch’sche Postulat“. Aber Duesberg weiß natürlich, dass Koch sein Postulat 1876 auf den Nachweis von Bakterien bezogen hatte. Die Züchtung von Viren gelang erst Jahrzehnte später dem US-Pathologen Goodpasture (1931). Inzwischen gibt es nach Meinung aller kompetenten Wissenschaftler keinen Zweifel mehr: HIV-1 kann gezüchtet werden. Und es kann auch elektronenmikroskopisch eindeutig nachgewiesen werden – nicht nur Bruchstücke, wie Duesberg behauptet.

Eine Immunschwäche gäbe es auch ohne HIV. Aber das ist eine Binsenweisheit, dass eine Immunschwäche ebenso wie andere Krankheitsbilder verschiedene Ursachen haben kann. Jede Schädigung unseres Immunsystems, z.B. durch Radioaktivität, kann zu AIDS-ähnlichen Symptomen führen. Dennoch lässt sich AIDS von anderen Immunkrankheiten klar unterscheiden.

Nur ein sehr kleiner Teil der T4-Zellen sei bei AIDS-Patienten mit HIV infiziert. Deswegen können das auch nicht die Immunschwäche erklären. Duesberg „übersieht“ hierbei aber, dass die Infektion der Makrophagen entscheidend ist für die Entzündung und Zerstörung der Thymusdrüse als Reifungsort der Immunzellen – und damit für den Zusammenbruch des Immunsystems.

Die AIDS-Häufigkeit  werde in der Öffentlichkeit übertrieben. So z.B. seien in Afrika viele Tuberkulosekranke als AIDS-Patienten eingestuft worden. Es gäbe gar keinen Zusammenhang zwischen der HIV-Verbreitung und AIDS in Afrika. Tatsächlich waren in den 80-er Jahren bestimmte Kreise daran interessiert, die AIDS-Zahlen in Afrika hochzupuschen – als Argument für den angeblich afrikanischen Ursprung dieser Seuche. Doch inzwischen ist das katastrophale Ausmaß der AIDS-Epidemie unübersehbar und die Verbindung mit der Verbreitung von HIV nicht mehr zu leugnen.


Was sind also die Methoden und
wirklichen Motive der Duesberg-Gruppe?

Obwohl die „Duesberg-Theorie“ heute Punkt für Punkt widerlegt ist, hat er bisher nichts davon zurückgenommen. Im Gegenteil, umso dreister werden neue pseudowissenschaftlichen Behauptungen aufgetischt – die nur eine Aufgabe haben: Betroffene und engagierte Menschen zu desinformieren und zu täuschen.
In Südafrika hatte sich vor 2 Jahren eine mächtige Bewegung herausgebildet gegen die herrschende AIDS-Politik: Sie fordert den Zugang zu AIDS-Medikamente für alle weltweit Betroffenen und kämpft für Aufklärungs- und Vorsorgeprogramme. Aufklärung und die kostenlose Vergabe der neuen AIDS-Medikamente hat sich b
islang als wirksamste Waffe erwiesen gegen die AIDS-Epidemie.


Menschenverachtende und zynische Konsequenz

Genau hier setzte eine massive Gegenkampagne der „AIDS-Rebellen“ ein – mit Rückendeckung des südafrikanischen Vizepräsidenten Mbeki. Dieser war im Verlaufe eines USA-Besuchs zum Anhänger Duesbergs geworden. Die Forderung nach bezahlbaren AIDS-Medikamenten für Afrikaner wird für über-flüssig erklärt, weil diese ja angeblich nur schaden. Und ebenso zweifelhaft sind demnach Aufklärungskampagnen unter der Jugend für geschützten Geschlechtsverkehr – und das bei Infektionsraten bis zu 40 % im Süden Afrikas! So können sich auch Infizierte ermutigt fühlen, das Virus durch ungeschützten Geschlechts-verkehr weiter zu verbreiten – dank Duesbergs „radikaler“ AIDS-Theorie!


Pseudokritik an der Pharmaindustrie

Besonders verlogen ist, dass sich Leute um Duesberg besonders an kritisch eingestellte jüngere Menschen wenden. Sie greifen eine weit verbreitete und berechtigte Kritik auf: an den Pharma-Konzernen, aber auch an der vorherrschenden einseitigen AIDS-Forschung. Über Jahre hinweg hatten Pharmakonzerne samt einigen gekauften Experten die extrem gefährliche AZT-Therapie propagiert. Die Studien dazu erwiesen sich als wissenschaftlich unhaltbar und z.T. gefälscht. Alternative, wissenschaftlich gut begründete und preiswerte Therapien dagegen - wie die passive Immuntherapie - werden boykottiert. Doch gleichzeitig lieferte Duesberg den Pharma-Konzernen Argumente, um sie zu entlasten von der Anklage, AIDS mit verseuchten Blutkonserven verbreitet zu haben. AIDS wird ja angeblich gar nicht durch Viren übertragen, sondern ist eine Umweltkrankheit...

Wiederholt wurde der Förderverein „Neue Wege in der HIV-Therapie e.V.“ von einigen interessierten Leuten mit den Scharlatanen um Duesberg in Verbindung gebracht. Wir distanzieren uns in aller Konsequenz von Duesbergs Theorie, seiner unehrlichen Methode und Zielsetzung.

Unser Anliegen ist, wissenschaftlich begründete AIDS-Therapien bekannt zu machen, zu fördern – im Interesse der Millionen weltweit Betroffenen. Uns liegen nicht die Profite einiger Konzerne am Herzen und auch nicht irgendwelche dubiösen und zynischen politischen Interessen. Wir möchten deshalb alle Menschen aufrufen, den Theorien Duesbergs entgegenzutreten und sich zu engagieren im Kampf gegen AIDS!


Dr. W. Mast, Gelsenkirchen

 

 

In Deutschland ist ein Vertreter von Duesbergs Thesen Michael Leitner, der in seinem Buch “Mythos HIV” die Gefährlichkeit von HIV leugnet.

Wie alle Duesberg Anhänger behauptet er darin u. a., HIV sei bislang noch niemals fotografiert worden.
Natürlich kann man HIV nicht mit Hilfe eines Lichtmikroskops fotografieren, weil es hierfür viel zu klein ist. Aber mit Hilfe eines Elektronenrastermikroskops ist das ohne Weiteres möglich (siehe Foto in: Christoph Klug, AIDS in Africa, p. 44, Verlag Neuer Weg).

Diese Bilder sind natürlich auch Prof. Duesberg Anhängerschaft bekannt, und zu ihnen behaupten sie, dass dies nur „Zellbruchstücke“ seien, die zu HIV umgedeutet würden.

Warum aber sehen diese angeblich zu „HIV umgedeuteten Zellbruchstücke“ unter allen Elektronenmikroskopen auf dieser Erde gleich aus? Warum haben sie alle dieselbe Form, dieselbe Struktur, denselben Kern? Warum findet man bei der Untersuchung der HIV-Bestandteile in allen Labors dieser Erde dieselben Proteine und denselben Aufbau der RNA?

Die Antwort ist einfach:
Weil alle Forscher das HIV vor sich haben, weil es existiert und weil es Hundertausende Menschen tötet, die sich mit diesem Virus infiziert haben, die aber bislang keinen Zugang zu den AIDS-Medikamenten haben.

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