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Durch zahlreiche Initiativen wurden 20.000 Euro für die Aspirin-Selen-Studie gegen HIV in Zimbabwe gesammelt. Über 1200 Einzelspenden, weit mehr als wir erwarteten, kamen zusammen, so dass die ursprünglich auf sieben Monate geplante Studie auf zwei Jahre bis Juli 2006 verlängert werden konnte. Für pharmazeutische Unternehmen ist es wegen der niedrigen Verkaufserlöse uninteressant, zu prüfen, ob mit Einnahme von Aspirin und Selen das Leben mit HIV verlängert und ob man damit den Beginn der antiretroviralen Therapie hinausschieben kann.
Seit Jahren setzen sich einige Wissenschaftler und Politiker für die Prüfung dieser sehr einfachen und preiswerten Therapie ein. Wäre diese erfolgreich, könnte diese Behandlung als Soforttherapie in vielen Ländern eingesetzt werden. Das ist gegebenenfalls auch für die HIV-Positiven hierzulande von Bedeutung (z. B. auch bei Therapiepausen).
Seit Mitte 2004 unterstützt unser Verein diese von den Pharmafirmen unabhängige, klinische Studie, die in Zimbabwe von Humana People to People zusammen mit Vertretern der medizinischen Fakultät in Harere durchgeführt wird. Dr. Detlef Rohm hat Frau Dr. Thomson von Humana People to People über die Studie interviewt und das Interview übersetzt: (aus dem Vereinsinfo des Fördervereins, Juli 2006, S.2-5)
Weitere Dateien/Informationen zur Studie:
Spendenaufruf zum AIDS-Förderprojekt in Zimbabwe
“Wir brauchen die Solidarität und Unterstützung von Leuten wie Euch” – Interview mit Frau Dr. Thomson über die Studie
“Gewinnen wir zahlreiche Spenden und Mitglieder!” - Auszüge aus dem Info des Fördervereins Nr. 2 vom Juli 2004
Bedeutende Erfolge in der HIV-/AIDS-Therapie mit Aspirin (Dr. Marianne Thomsen Bindura, Zimbabwe) (220 KB) ein Beitrag auf der 1. Offenen Universität im Arbeiterbildungszentrum Gelsenkirchen (vom 27.9. bis 2.10.2004), entnommen der Dokumentation der 1. Offenen Universität mit freundlicher Genehmigung der Autorin. Die Dokumentation ist erhältlich beim Verlag Neuer Weg. Siehe auch die Homepage www.offene-universitaet.de
Durch Kontakte des Fördervereins nach Zimbabwe entstand die Möglichkeit der wissenschaftlichen Überprüfung von Punkt 3 unseres Sofortprogramms: „Sofortige wissenschaftliche Absicherung der Wirksamkeit von Aspirin (ASS) und weiterer Wirkstoffe zur Verlängerung der Latenzzeit (Zeit zwischen Infektion bis Ausbruch der Erkrankung)“. In Zimbabwe, wo die Menschen arm sind, schlechte Lebensbedingungen haben, unter vielen Krankheiten leiden, und Mangel an Nahrung und sauberen Wasser haben, dauert die HIV-Infektion oft nur zwei bis drei Jahre, ehe die Menschen an AIDS sterben (Humana People to People; www.humana.org). In verschiedenen kleineren Studien wurde seit 2000 vor allem die Wirkung von Selen, Aspirin (ASS) und Multivitaminen (SAM) untersucht. Die Studien wurden in der Zentralprovinz Mashonaland mit Genehmigung des Medical Research Council und des Ministeriums für Gesundheit und Kindesschutz von Zimbabwe durchgeführt. Durchführende waren vor allem Vertreter der Medical School der Universität von Zimbabwe und von Humana People to People (dänische Hilfsorganisation), die sich auch um die Finanzierung des Projektes und Sponsoren kümmerten.
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Über 30 Millionen HIV-Infizierte bekommen keinerlei Behandlung.
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„Innerhalb von 6 Monaten zeigte sich ein sehr großer Unterschied bei der SAM-Gruppe gegenüber der Placebogruppe (Placebo = Scheinmedikament). Die erstere hatte einen großen Anstieg in der Zahl der wichtigen Immunzellen CD4, die ja bekanntlich mit fortschreitender HIV-Infektion zahlenmäßig abnehmen und am Ende ganz verschwinden. Aber unter Aspirin und Selen taten sie das nicht, sondern sie nahmen zu. HIV-Infizierte verlieren an Gewicht, aber in der behandelten Gruppe legten alle an Gewicht zu. Außerdem nahm die Zahl der opportunistischen Infektionen wie Pilzerkrankungen, Durchfälle usw. ab. Die Ergebnisse sind statistisch signifikant“ (Dr. Marianne Thompson, Humana People to People, in einem Gespräch mit Christoph Klug im Februar 2004). Da die Zahl der Studienteilnehmer klein war, sollen die Ergebnisse der Studie mit einer größeren Zahl an Teilnehmern überprüft werden.
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Dr. Marianne Thompson, Humana People to People, Harare
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„Für die Menschen hier ist das eine große Hoffnung, und wir brauchen hierfür wissenschaftlichen moralischen und finanziellen Support (= Unterstützung). Die Sache ist, dass erstens die Therapie preisgünstig und lebensverlängernd sein muss. Dann müssen zweitens Labormessungen gemacht und bezahlt werden. Drittens müssen die Patienten mit Lebensmitteln versorgt werden. Wir kennen euer Sofortprogramm und wenden uns deshalb an Euch. Die pharmazeutische Industrie hat aus den von Ihnen beschriebenen Gründen keinerlei finanzielles Interesse“. (Dr. Marianne Thompson).
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Ekem, Lehrer in Harare
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